Viel Spaß beim Deutschen Alpenverein
Sektion Laufen

Wir lieben die Berge seit 1922!

        Veranstaltungen

Kleiner Hoagart des Laufener Alpenvereins beim Poidai-Hof
                 
Laut Definition ist ein Hoagart (auch Hoagascht) in Bayern, Österreich und Südtirol einer der letzten nichtkommmerziellen Zusammenkünfte unterschiedlicher Musikanten und zum Austausch von geselligem Ratsch.
In diesem Sinne konnte der Laufener Alpenverein seinen kleinen Hoagart wieder am historischen „Podai-Anwesen“ aus dem 17. Jahrhundert in der Haiden/Laufen abhalten und die in der Vergangenheit bekannterweise zu kurz gekommene Geselligkeit wieder ein wenig aufleben lassen. Natürlich nach wie vor unter den Einschränkungen und Auflagen der Corona-Pandemie, was aber den guten Gesprächen und der Freude über ein Wiedersehen keinen Abbruch tat.
Petrus hatte kurzerhand ein Einsehen und bescherte den Teilnehmern, unter den sich erstmalig eine Abordnung der Bergfreunde der Freilassinger Sektion befand, pünktlich einen lauen Sommerabend. Wie gewohnt brachte ein jeder seine Brotzeit selbst mit und die Getränke wurden gegen eine freiwillige Spende von der Sektion abgegeben. Neben dieser eigenen Kulinarik kam der Hörgenuß mit den gelungenen musikalischen Beiträgen der Rothler und Laufener Stubnmusi, den Burschen der Leobendorfer Tanzlmusi und verschiedenen Einlagen der Schusterbuam, von Ernstl und Tom nicht zu kurz.

Besonderer Dank für diesen schönen Abend geht an den „Podai“-Inhaber Hans Müller für die Bereitstellung der Lokalität, an die Musikanten sowie Tom Mayr für die Organisation. (ml)

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Ehre, wem Ehre gebührt

Mitgliederehrung der Sektion Laufen des Deutschen Alpenvereins

Dem Alpenverein steht ein besonderes Jubiläum bevor, nun ist es bald 100 Jahre her, als die Sektion Laufen e.V. gegründet wurde. Das langjährige Bestehen eines Vereins zeigt eine Kontinuität, die vor allem durch eine langjährige Treue der Vereinsmitglieder erreicht wird.

Coronabedingt konnte 2020 die Ehrung langjähriger Mitglieder, denen für eine Vereinszugehörigkeit von 25, 40, 50 und 60 Jahren zu danken war, erst jetzt im Juli nachgeholt werden. Die in diesen Zeiten notwendige Umsicht und die an die Inzidenzen geknüpften behördlichen Vorgaben erlaubten es, die Ehrengäste zum Edelweissabend nach Steinbrünning einzuladen, wenngleich es nicht allen möglich war dann persönlich teilzunehmen.

Vorsitzender Markus Lichtmannegger begrüßte neben den zu Ehrenden auch die beiden Ehrenmitglieder Sepp und Gottfried, sowei die junge Stubenblechmusi, die dem Abend, diesmal ohne Blech, einen sehr schönen Rahmen gab – Volksmusik von sechs jungen Musikanten, mit Authentizität und Augenzwinkern.

Die 1995 in den Alpenverein eingetretenen Mitglieder, auf die die Sektion im Jahr 2020 nun 25 Jahre bauen konnte, kamen zum Verein, als Österreich der EU beitrat – so lange war das schon her, musste man sich kopfschüttelnd eingestehen. Allen Jubilaren wurde mit der Ehrennadel und einem kleinen Präsent gedankt.

Die 40jährige Vereinszugehörigkeit, seit 1980, ist ebenfalls mit einem Ereignis zu verbinden, an das wir uns gewöhnt haben: Die nach wie vor umstrittene Einführung der Sommerzeit. Bergsportlich war die Sektion damals mit einer Besteigung des Mont Blanc durch vier Laufener Alpinisten international vertreten, während zeitgleich ein Südtiroler Bergsteiger namens Reinhold M. den Mount Everest erstmals ohne Sauerstoff bezwang. Zu dieser Zeit hatte die Sektion Laufen schon 1080 Mitglieder, die sich in 40 Jahren mehr als verdoppelt haben, auf nun über 2600 Mitglieder.

Mit 50 Jahren Vereinszugehörigkeit waren Ehrengäste dabei, als die Hubschrauberversorgung zur die Laufener Hütte noch in den Kinderschuhen steckte und sich erst ab 1975 bis heute jährlich etablierte. Vorstand Markus Lichtmannegger, der auch das Vereinsarchiv betreut, hatte einen Artikel aus der „Laufener Kreiszeitung“ zu diesem Hubschraubereinsatz auf der Laufener Hütte gefunden – damals durchgeführt vom österreichischen Bundesheer, mit einer Militärmaschine, die noch nicht mit einer schwebenden Traglast am Seil flog, sondern die im Dorf Abtenau beladen und nach der Landung im Tennkessel händisch entladen werden musste, und alles Material – bereits damals schon insgesamt 10 Tonnen in 24 Flügen – musste dann noch bis zur Hütte getragen werden.

60 Jahre Vereinsmitgliedschaft sind eine respekteinflößende Zeit – und alle Jubilare, mit Frau Helga Wildgruber, auch eine Pionierin der Ortsgruppe München (ja, die Laufener hatten in der Landeshauptstadt eine Ortsgruppe, und nicht umgekehrt…), waren der Einladung zur Ehrung gefolgt. 1960 hatte die Sektion gerade einmal 437 Mitglieder, und man musste für eine Aufnahme in den Verein noch einen einwandfreien Leumund durch zwei Bürgen nachweisen. Die Vereinsmitglieder waren damals aufgerufen, Wolldecken für die Laufener Hütte zu spenden, die mit immerhin schon 565 Übernachtungen und trotz noch nicht vollendeten Innenausbaus der ersten Erweiterung (1951-1953) schon gut frequentiert war. Ebenfalls 1960 wurde die Sektion Lammertal des OeAV gegründet. Coronabedingt mussten die Jubiläumsfeierlichkeien der Abtenauer Bergfreunde auch auf Herbst diesen Jahres verschoben werden.

Die Sektion Laufen selbst wird 2022 ihr 100jähriges Bestehen mit verschiedensten Angeboten das Jahr über begehen - wenn dann ein Virus hoffentlich nichts dagegen hat!?

Reinhard Huber, Fotos: Chr. v. Hake

Stubn(blech)musi

 

25 Jahre

 

40 Jahre

 

40 Jahre mit drei "echten" Vierzgern aus 2021

 

50 Jahre

 

60 Jahre

Sektionsfahrt in den Bayerischen Wald

Am letzten Juni-Wochenende war es dem Alpenverein Laufen endlich möglich, den vom letzten Jahr ausgefallenen Vereinausflug nachzuholen. Gemeinsam mit den Bergfreunden aus Burgkirchen ging es diesmal in den Bayerischen Wald, genauer gesagt zum Waldwipfelweg von Sankt Englmar. Dabei per Bus vorbei an Altötting, durch den Straubinger Gäuboden mit seinen fruchtbaren Feldern und auf die mit mystischen Nebelschwaden durchzogenen Anhöhen des Bayerischen Waldes. Schliesslich ging es eineinhalb Stunden durch die großartig konzipierte Anlage. Behutsam ansteigend verlief der barrierefreie und gut gesicherte  Holzsteg bis auf Gipfelhöhe von bis zu 30 Metern. Höhepunkt war der sogenannte 52 m hohe spiralförmige Waldturm, welcher ohne Nebelschwaden eine tolle Aussicht auf das Donautal und die Gäuboden bieten würde. Mit seinen kleinen Seil- und Hängebrücken, Kletterelementen und besonders der Röhrenrutsche, ein besonderer Spaß für die eher jüngeren Teilnehmer. Der Blick aus der Vogelperspektive auf Nadel- und Blätterbaumwipfel und auf den mit Fingerhut und Moos bewachsenen Waldboden, rechtfertigt den Ausdruck "Wipfelweg der Gefühle". Besonders lehrreich waren die verschiedenen Stationen zu Vogelgesängen auf dem weiteren Weg, die Verrottungsdauer von achtlos weggeworfen Müll sowie die Tierstimmen in den künstlichen Höhlengängen. Abschließend vermittelten faszinierende optische Wahrnehmungstäuschungen und das "Haus am Kopf" beeindruckende und verwirrende Eindrücke. Nach einer schmackhaften Stärkung mit regionalen Schmankerln und dunklem Bier in einem Landgasthof in Böbrach ging es weiter zur Glashütte Joska. Leider konnte aufgrund der aktuellen Situation keine Glasbläservorführung stattfinden. So blieb genügend Zeit für eine Shoppingtour durch das ausgiebige Glas-Paradies mit bunten Kugeln und allerlei Dekorationsartikeln. Auch für Kaffee und Kuchen oder eine flüssige Stärkung war gesorgt, so dass am Nachmittag mit schönen Erlebnissen und mancher Glaskugel die Heimreise angetreten werden konnte. Ein herzlicher Dank von den Teilnehmern ging an die Sektion Laufen, den Organisator Tom Mayr und an Busfahrer Leopold von Marx Reisen, der mit seinen fachkundigen historischen und geografischen Informationen zum guten Gelingen beigetragen hatte.

Text: Resi Stadler-Mayr

Fotos: Resi Stadtler-Mayr/Markus Lichtmannegger

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Laufener Hütte für die neue Saison gerüstet

Vor 60 Jahren wurde die Sektionshütte der Laufener Alpenvereinsfreunde im Tennengebirge erstmalig im Rahmen von Baumaßnahmen mit Hubschraubern versorgt. Dem ersten Flug ging ein monatelanger Schriftverkehr mit verschiedensten Stellen und Honorationen voraus, um schließlich am 22. August 1961 mit zwei Hubschraubern der 1. Hubschrauberstaffel aus Hörsching bei Linz der österreichischen Luftstreitkräfte vom Abtenauer Sportplatz zur Laufener Hütte zu fliegen. Das Material wurde noch IM Hubschrauber transportiert und nicht vor der Hütte abgesetzt, sondern im Tenngrund unterhalb ausgeladen. Mit Muskelkraft und zu Fuß musste dann noch, unter anderem der Holzofen, die restlichen Meter zur Hütte getragen werden.  Heutzutage sorgen Firmen, wie Wucher aus Ludesch, für ein punktgenaues Absetzen unmittelbar vor die Hütte mittels am Fixtau hängender Lasten.


Damals ein Novum, heute ein nicht mehr wegzudenkender Standard, um nicht nur die Hütte mit Getränken und Material für die fortwährende Erhaltung zu versorgen, sondern vielmehr um auch eine ordnungsgemäße Entsorgung des über das ganze Jahr angefallenen Mülls zu gewährleisten. Neben alljährlichen Arbeiten des örtlichen Kaminkehrers und der Überprüfung der vielen Feuerlöscher, wurde in diesem Jahr auch eine Feuerbeschau durch eine Abordnung der Marktgemeinde Abtenau durchgeführt, die zu keinerlei Beanstandungen führte.

Das bewährte Team um Hüttenreferent Matthias Graspointner war aber schon zwei Tage vorher damit beschäftigt, das hinaufzufliegende Material am Gasthof Kohlhof fluggerecht, und vor allen Dingen das jeweilige Gewicht der verwendeten BigPacks und Paletten beachtend, vorzubereiten und am Flugtag für die Koordination im Tal zu sorgen.

Weitere Mitglieder stiegen schließlich am Vatertag zur Hütte auf, um unter der Federführung von 2. Hüttenreferent Karli Edenhofer, die Hütte aus dem Winterschlaf zu holen und die notwendigen Vorbereitungen für Versorgungsflug und die neue Hüttensaison vorzunehmen. Hierzu galt es, bei eher widrigen Witterungsverhältnissen zunächst die Zugänge und Abstellflächen für das benötigte Material um die Hütte vom Schnee freizuschaufeln, um anschließend alles, was ins Tal geflogen werden sollte, zu verpacken und transportbereit parat zu stellen.

Am Freitag zeigte sich dann das Wetter unerwartet von seiner schönsten Seite und so konnte bei Sonnenschein und vor allem freier Sicht um 08.15 Uhr mit dem ersten Anflug begonnen werden. Nach 15 Flügen war der Spuk vorbei und jeder froh, dass alles wie am Schnürchen lief. Damit war es selbstverständlich nicht getan, denn Getränke, Proviant der Hüttendienste sowie 6 Ster Brennholz, insgesamt knapp 8700kg,  galt es aufzuräumen und das eine oder andere instandzusetzen, während die Damen vorwiegend für neuen Glanz in der Hütte sorgten und sich um die nicht zu vergessende Kulinarik kümmerten.


Nachdem ab 19. Mai in Österreich Lockerungen für den Tourismus erfolgen, steht auch den bayerischen Bergfreunden einem Hüttenbesuch nichts mehr im Wege. Nähere Informationen zu einem Hüttenaufenthalt werden in Kürze auch unter www.dav-laufen/laufener-huette/faq veröffentlicht.

Text/Fotos: Markus Lichtmannegger /Sektionsarchiv

Solidaritätsmarsch 2021

Wenigstens der Solidaritätsmarsch konnte dieses Jahr wieder, wenn auch in anderer Form, durchgeführt werden. Im letzten Jahr Corona-bedingt ausgefallen, machte es der Pfarrverband Laufen-Leobendorf unter der Verantwortung von Matthias Surrer möglich, den Fortbestand dieser wichtigen Aktion auch in gesellschaftlich nach wie vor schwierigen Zeiten zu gewährleisten. In einem Zeitraum von 14 Tagen konnten die Teilnehmer bis Ostersonntag auf der gut 10km Strecke des neuen Laufener Kapellenwegs wandern und sich für jeden Kilometer zu Gunsten des VOZAMA-Hilfsprojekts von einem Sponsor finanziell entlohnen lassen.

Für unsere Sektion seit jeher ein Anlass, sich entsprechend miteinzubringen! Möglich macht dies aber in erster Linie das bewährte Sponsoring durch die Laufener Firma Hörl, so auch im Jahr Zwei der Pandemie!

Ausschließlich durch 88 Sektionsmitglieder wurden 824km erwandert, für Kinder gab es ein 3km Route, um mit dem Spendenbetrag der Firma Hörl das "pfiffige" Schulprojekt in Madagaskar weiterhin zu unterstützen. Wir sagen herzlich Vergelt`s Gott beim Sponsor und den teilnehmenden Mitgliedern!

Markus Lichtmannegger

Klein, aber fein - Hoagart des Laufener Alpenvereins beim Poidai-Hof

An einem lauen Augustabend und unter Berücksichtigung der Corona-Abstandsbedingungen und Schutzmaßnahmen konnten rund sechzig Mitglieder des Laufener Alpenvereins auch heuer wieder beim historischen Podai-Anwesen an einem besonderen Musikanten-Hoagart teilnehmen.

Die selbstmitgebrachte Brotzeit schmeckte zu ausgewählten Stücken der Rothler und Laufener Stubnmusi, des Ribinger Zweigesangs und der Stubnblechmusi, einer Gruppierung von Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Besonders unterhaltsam und für manchen Lacher gut war der Beitrag von Beni, Lukas und Vitus mit ihrem Stück „Mia han drei fesche Burschn“.

Applaus galt der schmissigen Blechmusik mit Horn, Tuba, Posaune und Tenor sowie der gepflegten Stubnmusi mit Ziach, Hackbrett, Gitarre, Kontrabass, Zither und Querflöte. Sichtlich genossen aber haben auch alle Anwesenden die lange vermissten Gespräche, so manchen Ratsch und viele Gschichten gemeinsamer Touren.  

Dank gilt den teilnehmenden Musikanten, dem Organisator Tom Mayr und besonders Hans Müller, dass er sein historisches Poidai-Anwesen rund um das historische Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert mit vielen liebevollen Details zur Verfügung gestellt hat.

„Mia is de Gsellschaft scho narrisch obganga!“ diesem Zitat eines teilnehmenden Musikanten ist nichts mehr hinzuzufügen.

Text und Fotos: Theresia Stadler-Mayr



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