Deutscher Alpenverein
Sektion Laufen

 

Veranstaltungen / Aktionen

Familien- und Sommerfest

Die DAV Sektion Laufen feierte ihr 100jähriges Bestehen!

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Der Alpenverein lud zum Familienfest anlässlich seines 100jährigen Bestehens ins Trachtlerheim. Eine passenderen Ort hätte man nicht finden können.
Auf vielen Stellwänden und einer Video-Leinwand wurden Bilder vom reichhaltigen und vielfältigen Sektionsangebot sowie über das Vereinsleben der Gegenwart und anno dazumal gezeigt.  Ein eigens für das Jubiläum von den „Jungen Wilden“ gedrehter eindrucksvoller Film begeisterte die Besucher.

„Bei schönem Wetter kann a Jeder feiern“ so begrüßte der Vorsitzende Markus Lichtmannegger die zahlreich erschienen Gäste zum Festgottesdienst. Auch die eigene und die Pfarrkirchner Jugendgruppe kamen pünktlich von ihrem gemeinsamen Übernachtungslager, um mit der großen Alpenvereinsfamilie feiern zu können.
Stiftsdekan Eibl bedankte sich beim Alpenverein, weil die Natur hat Regen bitter nötig und der Alpenverein ist schließlich auch sehr um den Erhalt der Natur bemüht.

Natürlich ließen die Trachtler den Alpenverein nicht im Regen stehen!
Das nach dem Festabend umgebaute Trachtlerheim bot allen Besuchern ein Dach über dem Kopf und so konnte das bewährte „kongeniale Duo der Ökumene“ – unsere beiden Pfarrer Eberhard Zeh und Simon Eibl - einträchtig den Festgottesdienst zelebrieren.
Die Stadtkapelle Laufen bewies ihr Können mit passend gewählten Liedern und untermalte den Gottesdienst aufs Feinste.

Eberhard Zeh brillierte wieder einmal mit einer perfekt auf den Alpenverein abgestimmten Predigt. So schilderte er bildlich, mit vielen Lachern geschmückt, seine Bergsteigererlebnisse zur und auf der Laufener Hütte, fand jedoch auch den nötigen Ernst um uns alle daran zu erinnern, dass das Leben, der Erhalt unserer Schöpfung, nur gemeinschaftlich funktionieren kann, egal welcher Religion, politischer Richtung oder persönlichen Einstellung man folgt.
Nach dem Gottesdienst wurde zum gemütlichen Frühschoppen und gemeinsamen Mittagessen gebeten. Kulinarisch versorgt durch die Trachtler und musikalisch begleitet von der Stadtkapelle.

Der liebe Gott meinte es doch noch gut mit dem Alpenverein und schickte ab und an die Sonne durch die dicke Wolkendecke, so dass die Alpenvereinsjugend ihre Sansibar eröffneten und in bester Barkeeper-Manier die Gäste mit antialkoholischen Cocktails verwöhnte.
Hüpfburg, Balancefahrzeuge und der Kletterturm fanden bei Groß und Klein großen Anklang. Ein Highlight stellte mit Sicherheit das Biertragerlkraxeln dar.
Dank der Feuerwehr Laufen und der Firma Stadler konnten sich viele erstmalig am gar nicht so einfachen Kraxeln versuchen. Bei der Siegerehrung zum Ende des Nachmittags stellte sich heraus, dass die Jüngeren die Nase ziemlich weit vorne hatten und es auf 27 bzw. 26 Tragerl brachten.

Die Trachtler versorgten uns mit hervorragenden Kuchen und Kaffee und „Die Jasmin Boys“ um Ernst Jani präsentierten uns einen wahren Ohrenschmaus. Mit ihrer Reise ins Glück, Schmachtfetzen zum Schwelgen und Schwofen wurde das ein oder andere Tanzbein geschwungen, ruhig sitzen bleiben konnte hier niemand mehr.

Doch auch der schönste Tag geht einmal zu Ende und so verabschiedeten sich die letzten Besucher erst gegen Abend. In Erinnerung bleiben zwei wunderschöne Festtage mit alten und neuen Freunden. Der Alpenverein Laufen dankt daher ganz herzlich allen (Berg)Freunden, Helfern und Mitwirkenden, ohne die es so nicht gelungen wäre!

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D A N K E !!!

Außerordentlicher Dank an D‘ Grenzlandler Laufen,

Dank an die Kloane Leobendorfer Tanzlmusi,

Dank an den Obst- und Gartenbau Verein,

Dank an die Stadtkapelle Laufen,

Dank an Ernst Jani und „Die Jasmin Boys“,

Dank an die Metzgerei Braunsperger,

Dank an die beiden Pfarrer Simon Eibl und Eberhard Zeh,

Dank an die Feuerwehr Laufen,

Dank an Steffi für die Vorbereitung des Gottesdienstes,

Dank an Mesner Surrer,

Dank an Resi für die Gestaltung der Stellwände und RollUps,

Dank an unsere „Jungen Wilden“ für den Imagefilm,

Dank an die Sektionsjugend,

Dank an die Sicherer beim Klettern und Biertragerl-Kraxeln,

Dank an den Hauptverband und unsere Patensektionen Wasserburg, Pfarrkirchen und Burgkirchen,

Dank an die Sektionen Freilassing, Teisendorf und Tittmoning,

Dank an die ÖAV-Sektion Lammertal,

Dank an die ÖAV-Sektion Salzburg,

Dank an den Deutschen Alpenverein,

Dank an die Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen,

Dank an die Zimmerei Stadler,

Dank an die Druckerei Oberholzner,

Dank an die Stadt Laufen,

Dank an alle Ehrenamtlichen und Freunde, die an der schönen Gestaltung und den reibungslosen Verlauf, unserer Feierlichkeiten mitgewirkt haben,

Dank an alle, die für einen kurzweiligen und stimmungsvollen Festabend sorgten und an alle, die am Festsonntag kamen und diesen, trotz zeitweiliger widriger Wetterverhältnisse, zu einem Jubeltag für uns machten!!!

Jubiläums-Festabend

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Geselliger Hoagart beim Poidai

Am Freitag war es wieder soweit, die Sektion lud ihre Mitglieder zum bewährten Hoagart am Poidai-Gut vom Müller Hans ein. Vor Beginn ließen die Wolken gar nichts Gutes erwarten und es kam hie und da ein Tropfen von oben. Als es aber dann um 19.30 Uhr losging, war sich Petrus mit uns einig und ließ es in nur in den Kehlen der Gäste feucht werden.

Auch wenn sich zunächst doch ein paar vom Wetter abschrecken ließen, kam man spätestens als der Dudelsack mit Amazing Grace von Hias Mayr erklang zusammen. Die Laufener Stubnmusi sowie Ziachklänge von Tom und Ernst trugen zu einem geselligen Abend bei selbstmitgebrachten Speisen und Getränken vom Greimel bei. Resi und Tom hatten wieder für die stimmungsvolle Beleuchtung gesorgt und so machten sich erst gegen Mitternacht die Letzten mit dem Radl auf den Heimweg. (ml)

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Ehrungen beim Laufener Alpenverein

Letzten Freitag konnte der Alpenverein Laufen an einem lauen Sommerabend seinen Edelweißabend durchführen. Bei der Wirtin in Steinbrünning war man gut aufgehoben, wenngleich neben den Laufnern einige andere Gesellschaften die Gelegenheit nutzten, um im schönen Biergarten zu feiern.

Insgesamt 53 Mitglieder sind es im 100. Jahr der Sektion, die mittlerweile seit 25, 40, 50 und 60 Jahren dem Verein angehören. Vorsitzender Markus Lichtmannegger konnte gut die Hälfte davon vor Ort begrüßen, denn manch einer war leider verhindert oder hätte von weit her anreisen müssen, und freute sich insbesondere über die Anwesenheit einiger gut bekannter Größen der Laufener Sektion. Mittlerweile sei es keine Selbstverständlichkeit mehr so lange einem Verein trotz Höhen und Tiefen (Corona!) die Treue zu halten, noch dazu wenn es gesundheitlich zuweilen schon mal zwickt und zwackt. Außerdem gilt es u.a. mit Klimaschutz und der Digitalisierung des DAV neue enorme Herausforderungen zu meistern.

Lichtmannegger ließ es sich, wie mittlerweile gewohnt, nicht nehmen bei den jeweiligen Eintrittsjahren eine kleine Auffrischung zur damaligen Weltgeschichte vorzunehmen und bei den Anwesenden u.a. die Namen von Bundeskanzler- und präsidenten abzufragen. Aber auch bedeutende Geschehnisse des Alpenvereins bzw. der Sektion kamen zur Sprache, hatte man doch z.B. vor 25 Jahren mit dem gelungenen zweiten Erweiterungsbau der Laufener Hütte begonnen. Den Rohbau hatte man damals trotz der alpinen Lage und den Unbilden des Wetters nach 2,5 Monaten und mit 3000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden fertigstellen können.
Zunächst wurden die Jubilare aus dem Jahr 1997 durch den Vorsitzenden und die Schatzmeisterin Gabi Höfer-Jani mit der obligatorischen Edelweiß-Anstecknadel und einer Flasche Wein geehrt.
Bei 40jähriger Vereinszugehörigkeit wurde man zudem mit einer eigens für das Vereinsjubiläum gravierten Isolierflasche bedacht, über die sich auch Walter Gaiser freuen konnte, der bis zum letzten Jahr noch zwei Wochen Hüttendienst auf der Sektionshütte machte.

Bei den 50ern wurde der Vorsitzende etwas ausführlicher, denn hier galt es die langjährige Tourenbegleiterin Helga Schauer und Sepp König zu ehren, der seit 1974 bis 2006 in verschiedenen Funktionen in der Vorstandschaft, u.a. auch als 1. Vorsitzender, tätig war und auch heute noch mit den bestens organisierten Radwandertagen und seinen Almgangerl zusammen mit Frau Regina aktiv ist.
Darüber hinaus ging galt es auch Ehrenmitglied Waltraud Fischer mit persönlichen Worten zu ehren, die 1998-2006 als Vortragswartin und 2007-2012 als Tourenreferentin fungierte. Gerade die beliebten Wanderwochen mit ihr auf Mallorca bleiben in bester Erinnerung.
50 Jahre dabei und immer noch aktiv zeigt sich Hans Müller, der in den vergangenen Jahren immer gern sein Poidai-Anwesen für den Vereinshoagart zur Verfügung stellte. Auch am 5. August sind die Mitglieder wieder mit selbst mitgebrachten Speisen und bester musikalischer Unterhaltung beim ihm eingeladen.

Zusätzlich reich mit einem Ruperti-Körberl beschenkt, wurden die drei anwesenden 60er-Jubilare Anton Wimmer, Albert Strobl und Ehrenmitglied Otto Schellmoser, der 1970-1994 als Hüttenwart tätig war und gewohnt launig der Veranstaltung beiwohnte. (ml)


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  • 25 Jahre
  • 40 Jahre
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  • 50 Jahre
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  • 60 Jahre

„Halleluja“!
Endlich, nach 2 Jahren Auszeit wieder Bergmesse auf der Laufener Hütte
Mit „Halleluja“ begrüßte Markus Lichtmannegger die Bergfreunde zur Bergmesse am 3. Juli auf der Laufener Hütte.
Ca. 120 Gäste, darunter auch Vertreter des Laufener Pfarrgemeinderats Steffi Lichtmannegger und Matthias Surer, aber auch die Ehrenmitglieder Gottfried Eder und Karl Edenhofer, die AV Jugend, die Abordnung der Patensektionen Burgkirchen und Pfarrkirchen fanden an diesem sonnigen Sonntag den Weg ins Tennengebirge.
Nach zwei Jahren Auszeit konnte 2022 wieder eine Messe unter freiem Himmel abgehalten werden. 2022 ist zudem für die Sektion Laufen ein ereignisreiches Jahr. Die Sektion feiert ihr 100 jähriges Bestehen!

Mit dem Gedicht von Stefan Schröder:
„Menschen, die die Berge lieben, sind aus tiefster Seele frei.
Sie entschweben leicht dem Alltagseinerlei.
Menschen, die die Berge lieben – wiederspiegeln Sonnenlicht.
Die Anderen, die im Tal geblieben, verstehen ihre Sprache nicht.“

stimmte Thomas Neumeier die Besucher auf die Heilige Messe ein. In seinem Rucksack hatte er nicht nur seine liturgische Kleidung und seine Brotzeit, nein er brachte eine Mission aus dem Lukas Evangelium: Lk 10,1-12.17-20 mit: Jesus sendet 72 Erwählte sich voraus. Sie sollen kein Gepäck dabei haben, jedoch offenen Menschen Frieden und Begegnung anbieten.

Der Wortgottesdienstleiter spannte zu diesen Worten den Bogen in unsere heutige Zeit. Wie geht es uns, wenn wir an unsere jetzigen geistlichen Wegbereiter denken? Diese Frage ließ er offen und für jeden selbst zu beantworten. Nicht nur jammern, sondern selber tätig werden ermuntert uns Thomas Neumeier in seiner Predigt. Nicht müde werden, Missstände zu erörtern und in Veränderung zu bringen. Auf jeden Einzelnen kommt es an, jeder Einzelne ist auch bei Lukas gemeint. Dass dies geschieht, zeigt die Primiz in Abtenau. Dort wurde zur gleichen Zeit die erste Eucharistiefeier des neu geweihten Priesters mit seiner Heimatgemeinde gefeiert, der natürlich auch die Sektion Abtenau beiwohnte.
Herr Neumeier schloss die Bergmesse mit Gedanken zum Reflektieren. Wir, die Berggemeinde, dankten Gott im Loblied „Großer Gott wir loben dich“. Musikalisch wurde dieser Gottesdienst von der Familie Moisl, der "Unterauer  Musi", untermalt.
Wer wollte, konnte sich beim gemeinsamen Essen gleich in Begegnung und Offenheit üben. Das Team des Hüttendienstes Marianne und Toni Pertl kochte für uns sehr fein auf. Gulasch oder einfach nur Würstl sowie ein reichhaltiges Kuchenbüffet stand uns Gästen an diesem Tag zur Auswahl.

Petra Karg / Fotos: M. Lichtmannegger

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„Der Weg ist das Ziel“ war das Motto der Nostalgie-Fahrt des Alpenverein Laufen auf den Wendelstein
Der diesjährige Ausflug stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Sektion Laufen

Mit einem Oldie-Doppeldeckerbus Baujahr 1965 starten die 61 Mitglieder der Sektionen Laufen und der Patensektion Burgkirchen von Laufen aus. Auf Nebenstraßen und durch kleine Ortschaften ging es dem Waginger See und dem Chiemsee entlang bis zum Weißwurstfrühstück am Simssee. Bei der Streckenwahl war zu beachten, dass die kleinen Landstraßen keine zu engen Kreisverkehre, zu niedrige Brücken oder zu steile Anstiege aufwiesen. Denn der Oldtimer mit seinen 150 PS und einer Höhe von 3,80 Meter und besonders der versierte Busfahrer kamen beim Kurbeln ohne Servolenkung und Schalten mit Zwischenkuppeln ganz schön ins Schwitzen. Es wurde deutlich woher der Begriff „Kraftfahrer“ stammt. Ursprünglich wurde der Bus mit seinem Panoramadach und schrägen Sitzen für eher flache Stadtrundfahrten in Berlin gebaut.

Bei anfangs bedecktem Himmel und wunderbarer Wolkenstimmung ging es nach der Stärkung den tintenblauen Chiemgauer Bergen und dem Mangfallgebirge entgegen. Das Ziel war Brannenburg um mit Deutschlands ältester Hochgebirgsbahn in 30 Minuten auf den Wendelstein zu fahren. Kann doch die Wendelstein-Zahnradbahn auch bereits auf ein 110-järiges Bestehen zurückblicken.

Bei inzwischen sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein wanderten die Bergfreunde auf den 1838 m hohen Gipfel mit seinen bekannten und markanten Sendeanlagen des BR- Senders. Zudem befindet sich neben der Wetterstation, unter der modernen weißen Kuppel der Sternwarte, ein großes Spiegelteleskop zur Beobachtung nächtlicher Himmelsobjekte. Gerade zur Mittagszeit zogen mystische Hochnebel und Wolken um den Gipfel. Rund um das tiefer gelegene Wendelsteinhaus begeisterte eine schier unglaubliche Bergflora u.a. mit gelben Trollblumen, pinkfarbigen Orchideen, blauen Teufelskrallen und sogar dem seltenen Türkenbund die Naturliebhaber. Das exponierte Kircherl „Patrona Bavariae“, das zugängliche Höhlensystem und eine Jahrhundert-Ausstellung waren weitere lohnende Sehenswürdigkeiten.

Auf der 1200 m hoch gelegenen Mitteralm ging es dann zur Einkehr. Bei guten und regionalen Speisen, kühlen Getränken oder Kaffee und Kuchen konnten viele Erlebnisse untereinander ausgetauscht werden. Organisator Tom Mayr und der Vorstand der Burgkirchner Reinhard Breu spielten dazu auf der Ziach auf und so verging der Nachmittag viel zu schnell und man fuhr erst mit der letzten Bahn ins Tal.

Nach der erneut wunderbaren Fahrt im Panoramabus ging es wieder heimwärts. Alle waren sich einig, dass dies eine gelungene und entschleunigte Nostalgiefahrt und einem hundertjährigen Jubiläum würdig war.
Mit der Gründung des Alpenverein Laufen 1912 begann eine erfolgreiche Vereinsgeschichte. Gemessen nicht nur an den inzwischen rund 2700 Mitgliedern, der wunderbaren Laufener Hütte im Tennengebirge, sondern vielmehr an den Aktionen für alle Generationen und Bergsportbegeisterte. Nicht zuletzt aber dank der rührigen Vorstandschaft, den unermüdlichen Hüttendiensten und den zahlreichen Tourenbegleitern und Referenten.
Dieses Jubiläum wird mit einem Festabend und einem Familientag für die Öffentlichkeit im August, aber auch mit vielen Veranstaltungen und Aktionen das ganze Jubiläumsjahr hindurch würdig gefeiert.
Theresia Stadler-Mayr

Hubschrauberversorgung der Laufener Hütte

Guad is ganga!
So das Fazit zur diesjährigen Hubschrauberversorgung der Laufener Hütte. Bereits am Mittwoch waren die Ersten aufgestiegen, um entsprechende Vorbereitungen zu treffen und die Hütte aus dem "Winterschlaf" zu holen. Man war überrascht, denn von Winter ist um die Hütte keine Rede mehr.  Musste sonst immer noch Schnee vor dem alten Hütteneingang und um die Hütte weggeschaufelt werden, war diesmal schon alles frei und grün, sowie die Narzissen in voller Pracht.

Am Donnerstag nach Stärkung mit der obligatorischen Weißwurst-Brotzeit wurden die Bio-Trockentoiletten geleert, deren Inhalt über die vergangene Saison und den Winter zu Kompost verrottete.
Danach trugen die Männer alles an Leergut und Müll zusammen, der am nächsten Tag ins Tal geflogen werden sollte, während die Damen insbesondere die Nächtigungslager auf den Kopf stellten und den Frühjahrsputz vornahmen.

Am Freitag war es pünktlich um 8.30 Uhr soweit, der Hubschrauber und das Team der Fa. Wucher trafen beim Gasthof Kohlhof ein, der alljährlich unser bewährter Stützpunkt im Tal ist. Herzlichen Dank an die Familie Auer!
Hüttenreferent Matthias stellte die Tage vorher die jeweiligen BigPacks und Paletten zusammen. Dabei gilt es einiges hin und her zu tüfteln, um nicht über das zulässige Fluggewicht zu kommen.
Zuletzt war uns das Wetter noch wohlgesonnen, die Sonne zeigte sich und die Sicht war frei. Nach 13 Materialflügen mit Getränken, Lebensmitteln, Hüttenausstattung und Brennholz zur Hütte, sowie drei Talflügen mit Leergut und Müll der vergangenen Saison, flog der Hubschrauber bereits um 10 Uhr zur nächsten Arbeitsstelle. Jedermann war froh, dass alles wie am Schnürchen und unfallfrei verlaufen war.

So konnte man sich gut gelaunt der verdienten Brotzzeit in der Sonne der geliebten Bergwelt widmen, bevor es an die restlichen Aufräumarbeiten ging. Den 15 BergfreundInnen der Laufener Sektion ging dies leicht von der Hand und so kam die Geselligkeit und heitere Geschichten nicht zu kurz!
Ein herzliches Vergelt`s Gott an alle Beteiligten, insbesondere der Familie Storfinger, die diesmal mit ihrem Lkw dafür sorgte, dass das am 13. März mit Wegereferent Toni geschlagene Brennholz zum Abflug bereitstand.

Ab Pfingstsamstag begrüßen Resi und Tom als erster Hüttendienst unsere Gäste im Jubiläumsjahr!
Mia gfrein uns auf eich! (ml)

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Gemeinsames Wochenende mit der Patensektion Wasserburg auf der Laufener Hütte

Endlich war es soweit! Nach mehreren Anläufen in den letzten Jahren konnte die Laufener Bergfreunde eine Abordnung ihrer Patensektion Wasserburg auf der Laufener Hütte begrüßen. Bereits am Freitag waren Laufener mit Schi und Schneeschuhen zur Hütte aufgestiegen, um entsprechende Vorbereitungen vorzunehmen. Am Samstag trudelten bei besten Bergwetter 15 Wasserburger um 1. Vorstand Fritz Gottwald nach und nach ein und wurden mit Freude begrüsst. Die bunte Truppe von jung bis junggeblieben, von altgedient bis Neumitglied musste erstmal gar nicht in die Hütte, denn auf der eigens eingerichteten Sonnenterrasse hinter der Hütte ließ sich das ein oder andere Weißbier hervorragend schmecken. Nach der ersten Akklimatisierung und gegenseitigen Kennenlernens machte man sich noch auf, um noch eine Skitour auf den Hochkarfelderkopf bzw. den Fritzerkogel in Angriff zu nehmen. Der Laufener Vorstand mahnte jedoch pünktlich um 16 Uhr zurück zu sein, hatte doch Schatzmeisterin Gabi extra schon frühmorgens Kirschkuchen und Hefezöpfe gebacken. Diese wollte sich natürlich keiner entgehen lassen und so fand man sich wieder wohlbehalten zum Kaffeetrinken ein.

Am Abend wartete Tourenreferent Christian von Hake mit einem vollendet köstlichen Schweinebraten mit Semmelknödl sowie Krautsalat und Ripperl für alle auf. Die Begeisterung war groß und jeder schlemmte, auch wenn das Essen zuweilen etwas "fett" war. Hierfür hatten die Wasserburger Bergfreunde vorsichtshalber Abhilfe dabei und so war das ein oder andere Verdauungsschnapserl sehr willkommen.

Danach schnappte sich Wolfgang die Gitarre, die er bereits am Nachmittag ausgiebig gestimmt hatte. Damit begann ein fast nicht mehr enden wollender Liederabend. Gegen halb Fünf, es war Zeitumstellung, gingen dann auch die letzten ins Bett, wenngleich die ersten schon gleich wieder aufstanden, um zum Sonnenaufgang auf dem Edelweißkogel zu sein! Zum Frühstück war man zurück, um anschließend bei besten Schneeverhältnissen allesamt eine Tour zum Bleikogel in Angriff zu nehmen. Die Abfahrt vom Gipfel zur Hütte war ein wahrer Genuss und viel zu schnell vorbei.

Irgendwann stand leider die Abfahrt zum Parkplatz ins Tal an, obwohl keiner sich so recht trennen konnte. Mit dem Bewusstsein ein wunderschönes, unvergessenes Wochenende unter Bergfreunden verbracht zu haben, gelangten alle wieder unfall- und verletzungsfrei nach Hause.(ml)

Fotos: Werner Salbeck/Markus Lichtmannegger

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Holzmachen für die Laufener Hütte

Dem Ruf des Wegewarts Toni Pertl waren 15 Alpenvereinsfreunde gefolgt, schließlich wurde jede Hand fürs Brennholzmachen gebraucht. Ungefähr 15 ausgewiesene schmale Fichten galt es diesmal tief im Schönramer Filz zu fällen und ofenfertig zu verarbeiten.

Während ein Trupp die Rundlinge mühsam mit einigen Schubkarren mehrere hundert Meter auf unbefestigem aber Gott sei Dank gefrorenem Waldboden für den weiteren Abtransport zu bereitgestellten Anhängern brachten, klob der andere Trupp mit Holzspaltern im Hof von Toni und richtete die Scheite bei seinem Haus auf. Gut sieben Ster waren es letztlich, die dann Ende Mai mit anderen notwendigen Materialien in BigPacks zur Laufener Hütte geflogen werden.

Um verdiente Stärkung mit Weißwürscht und Brezn sowie Kaffee und Kuchen kümmerten sich fürsorglich Marianne und Veronika. Ein herzliches Vergelt`s Gott an alle Mitwirkenden! (ml)
Fotos: Werner Salbeck

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Wallfahrt der Sektion

Die diesjährige Wallfahrt des Alpenvereins fand diesmal ein wenig anders als sonst statt. Mehr oder weniger vor der Haustür, so dass man nicht Fahrgemeinschaften bemühen musste. Nach dem Gottesdienst zum Volkstrauertag, den Steffi Lichtmannegger mitgestaltete, und bei dem das Thema Frieden an vorderster Stelle stand, traf sich die bunte Schar vor der Stiftskirche und machte sich passenderweise auf den Stille-Nacht-Friedensweg.

An den jeweiligen zwölf Stationen hielt man inne und erfuhr etwas über die individuellen Beweggründe die Errichter der Stelen und wurde mit Fragen und Impulsen auf den weiteren Weg geschickt. Das Wetter zeigte sich zwar nicht von der allerbesten Seite, es war kühl aber trocken, weshalb man sich am Wendepunkt des Rundweges in Arnsdorf nicht zu lange zur Brotzeit aufhielt. Manch einer war sichtlich überrascht, doch ein paar Ecken in seiner unmittelbaren heimatlichen Umgebung noch  nicht gesehen zu haben. Nach gut vier Stunden war man mit so manchen neuen Eindrücken und dem Bewusstsein, eine schöne Wanderung mit dem ein oder anderen netten Ratsch unter Berg- und Naturfreunden erlebt zu haben, zurück in Laufen. (ml)

Fotos: Resi Stadler-Mayr

 

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„Die Mitglieder sind Basis des Vereins“

Alpenverein Laufen ehrt seine treuen Mitglieder – Viele Aktive darunter

Von Hannes Höfer

Markus Lichtmannegger fand für fast alle Jubilare sehr persönliche Worte, sind oder waren viele doch aktiv im Laufener Alpenverein engagiert. Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen fand nun im Gasthaus Steinbrünning die traditionelle Ehrung der Bergfreunde statt, nachdem Corona im Vorjahr das Vereinsleben „weitgehend stillgelegt“ hatte, wie der Vorsitzende bedauerte. Diesmal also jene Jubilare, die im Jahr 2021 auf 25, 40, 50 oder 60 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken können.

Eine schwere gehackte Balkendecke, dazu ein Boden mit breiten Holzdielen. Mit den massiven Holztischen in der großen Wirtsstube stellte sich durchaus ein Berghütten-Gefühl ein. Passend für einen Verein, der im kommenden Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiern kann. „Und ihr seid ein Teil davon“, würdigte Lichtmannegger Gäste und Jubilare, von denen diesmal viele die Anreise scheuten. Grüße schickten Mitglieder der Ortgruppe München, die sonst gerne zu ihrer Heimatsektion kommen.

Vorsitzender Markus Lichtmannegger, der sich auch um das Archiv der Sektion kümmert, hatte passend zu den Eintrittsjahren prägende Ereignisse und Persönlichkeiten ausgegraben – und die Besucher gefragt: Wer war Kanzler, wer Präsident, wer deutscher Fußballmeister? 1996, als die 25-jährigen dem Verein beitraten, wurde Deutschlands Elf zum dritten Mal Europameister, mit einem ‚Golden Goal‘ im Londoner Wembleystadion. Damals starteten auch die Planungen zum Hüttenumbau. Eingetreten ist einer, den Lichtmannegger als „gute Seele der Laufener Hütte“ würdigte: Zweiter Hüttenwart Karl Edenhofer. Ebenso Andreas Amann, der als Beisitzer in der Vorstandschaft und Hüttentechniker fungiert. 1996 organsierte die Sektion eine Hochtour auf den Großen Löffler mit drei Seilschaften. In dem Jahr trat auch Alois Meixner ein, der in den Folgejahren große Touren in Angriff nahm. Reinhard Huber fungiert seit 2019 als zweiter Vorsitzender der Sektion.

Vor 40 Jahren, im Dezember 1981, waren drei junge aktive Frauen der Sektion nach Polen gereist, um die Höhlenforscherfreunde in Zagan zu besuchen, als dort über Nacht das Kriegsrecht ausgerufen wurde und Panzer durch die Straßen rollten. Lichtmannegger erinnerte daran ebenso wie an die Pläne zu ‚Abtenau 2000‘, einem großen Skigebiet im östlichen Tennengebirge. „Gott sei Dank hat hier der Naturschutz die Reißleine ziehen können.“ In diesem Jahr hielt Heiner Krauss einen Vortrag bei der Sektion. Dessen Sohn Hannes Krauss ist heute Naturschutzreferent, dazu Kletterorganisator des Vereins und 40 Jahre dabei. Der lobte bei dieser Gelegenheit die „super Ausbildung beim DAV.“ Gerhard Wallner war zeitweise zweiter Hüttenwart der Sektion und machte mit der Familie Hüttendienst. Wie Hannes Wagner, der Wegewart der Sektion war. „Hinter der schlichten Zahl 40 stehen so viele schöne Erlebnisse“, würdigte Wagner nicht zuletzt die Tourenbegleiter der Sektion. Einer davon – ebenfalls 40 Jahre dabei – ist Erich Steiner. Werner Salbeck lobte der Vorsitzende für seine „sehr sehr aktive Hilfe auf der Hütte.“ Mit ihm war seine Frau Christine Salbeck beigetreten. Auch Luise Rehrl und Anneliese Hönig waren 1981 zur Sektion gekommen.

Deren Mann, Klaus Hönig, gewann 1971 den ersten ‚Herbert-Fischer-Gedächtnis-Lauf“, ein Skirennen an der Karalm. In diesem Jahr war die Gsengalm eingeweiht worden, für die die Sektion Laufen die Gasanlage spendete. Die Laufener Hütte bekam ein neues Dach und einen neuen Wasserbehälter. Annemarie Hau war in diesem Jahr zum Verein gekommen.

Vor 60 Jahren war die Berliner Mauer gebaut worden und der erste Mensch ins Weltall geflogen. Im Alpenverein gab es die Landauer Beschlüsse, die Mitgliedern Vorrechte einräumten. „Das ist heute wieder Thema“, berichtete Lichtmannegger, nachdem eine solche Bevorzugung zuletzt abgebaut worden war. Im Umfeld der Laufener Hütte pflanzte Leopold Balleisen etwa 200 Lärchen. Erstmals transportierten zwei Heereshubschrauber Material auf die Laufener Hütte. Und es trat ein Mann bei, der die Sektion über Jahrzehnte mitgeprägt: Sepp Bernauer war Tourenbegleiter und Kassier, als die Mitgliedsbeiträge teilweise noch bar an der Haustüre kassiert wurden. Bernauer hatte passend zum Thema Vorrechte ein heiter-ironisches Gedicht ausgegraben, in dem der kniebundbehoste Bergsteiger selbst auf seinen allerletzten Abtransport stolz und mit ihm zufrieden ist. Schließlich war er „Mitglied“.  

Ob diese „Mitglieder“ dem Verein auch in Zukunft so lange die Treue halten? Lichtmannegger sieht bei Jüngeren eher die Tendenz zum Ein- und Austritt nach Abwägung: Nutzt es mir gerade oder nicht? Interessant war sein Blick auf die Mitgliederentwicklung. 1961 waren es 230, 1981 1129. Bis 1996 stieg die Zahl auf 1155 kaum an. Inzwischen hat die Sektion Laufen rund 2600 Mitglieder. Die sind eingeladen zur Jahreshauptversammlung am 15. Oktober 2021 in die Laufener Salzachhalle.

 

Kleiner Hoagart des Laufener Alpenvereins beim Poidai-Hof
                 
Laut Definition ist ein Hoagart (auch Hoagascht) in Bayern, Österreich und Südtirol einer der letzten nichtkommmerziellen Zusammenkünfte unterschiedlicher Musikanten und zum Austausch von geselligem Ratsch.
In diesem Sinne konnte der Laufener Alpenverein seinen kleinen Hoagart wieder am historischen „Podai-Anwesen“ aus dem 17. Jahrhundert in der Haiden/Laufen abhalten und die in der Vergangenheit bekannterweise zu kurz gekommene Geselligkeit wieder ein wenig aufleben lassen. Natürlich nach wie vor unter den Einschränkungen und Auflagen der Corona-Pandemie, was aber den guten Gesprächen und der Freude über ein Wiedersehen keinen Abbruch tat.
Petrus hatte kurzerhand ein Einsehen und bescherte den Teilnehmern, unter den sich erstmalig eine Abordnung der Bergfreunde der Freilassinger Sektion befand, pünktlich einen lauen Sommerabend. Wie gewohnt brachte ein jeder seine Brotzeit selbst mit und die Getränke wurden gegen eine freiwillige Spende von der Sektion abgegeben. Neben dieser eigenen Kulinarik kam der Hörgenuß mit den gelungenen musikalischen Beiträgen der Rothler und Laufener Stubnmusi, den Burschen der Leobendorfer Tanzlmusi und verschiedenen Einlagen der Schusterbuam, von Ernstl und Tom nicht zu kurz.

Besonderer Dank für diesen schönen Abend geht an den „Podai“-Inhaber Hans Müller für die Bereitstellung der Lokalität, an die Musikanten sowie Tom Mayr für die Organisation. (ml)

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Ehre, wem Ehre gebührt

Mitgliederehrung der Sektion Laufen des Deutschen Alpenvereins

Dem Alpenverein steht ein besonderes Jubiläum bevor, nun ist es bald 100 Jahre her, als die Sektion Laufen e.V. gegründet wurde. Das langjährige Bestehen eines Vereins zeigt eine Kontinuität, die vor allem durch eine langjährige Treue der Vereinsmitglieder erreicht wird.

Coronabedingt konnte 2020 die Ehrung langjähriger Mitglieder, denen für eine Vereinszugehörigkeit von 25, 40, 50 und 60 Jahren zu danken war, erst jetzt im Juli nachgeholt werden. Die in diesen Zeiten notwendige Umsicht und die an die Inzidenzen geknüpften behördlichen Vorgaben erlaubten es, die Ehrengäste zum Edelweissabend nach Steinbrünning einzuladen, wenngleich es nicht allen möglich war dann persönlich teilzunehmen.

Vorsitzender Markus Lichtmannegger begrüßte neben den zu Ehrenden auch die beiden Ehrenmitglieder Sepp und Gottfried, sowei die junge Stubenblechmusi, die dem Abend, diesmal ohne Blech, einen sehr schönen Rahmen gab – Volksmusik von sechs jungen Musikanten, mit Authentizität und Augenzwinkern.

Die 1995 in den Alpenverein eingetretenen Mitglieder, auf die die Sektion im Jahr 2020 nun 25 Jahre bauen konnte, kamen zum Verein, als Österreich der EU beitrat – so lange war das schon her, musste man sich kopfschüttelnd eingestehen. Allen Jubilaren wurde mit der Ehrennadel und einem kleinen Präsent gedankt.

Die 40jährige Vereinszugehörigkeit, seit 1980, ist ebenfalls mit einem Ereignis zu verbinden, an das wir uns gewöhnt haben: Die nach wie vor umstrittene Einführung der Sommerzeit. Bergsportlich war die Sektion damals mit einer Besteigung des Mont Blanc durch vier Laufener Alpinisten international vertreten, während zeitgleich ein Südtiroler Bergsteiger namens Reinhold M. den Mount Everest erstmals ohne Sauerstoff bezwang. Zu dieser Zeit hatte die Sektion Laufen schon 1080 Mitglieder, die sich in 40 Jahren mehr als verdoppelt haben, auf nun über 2600 Mitglieder.

Mit 50 Jahren Vereinszugehörigkeit waren Ehrengäste dabei, als die Hubschrauberversorgung zur die Laufener Hütte noch in den Kinderschuhen steckte und sich erst ab 1975 bis heute jährlich etablierte. Vorstand Markus Lichtmannegger, der auch das Vereinsarchiv betreut, hatte einen Artikel aus der „Laufener Kreiszeitung“ zu diesem Hubschraubereinsatz auf der Laufener Hütte gefunden – damals durchgeführt vom österreichischen Bundesheer, mit einer Militärmaschine, die noch nicht mit einer schwebenden Traglast am Seil flog, sondern die im Dorf Abtenau beladen und nach der Landung im Tennkessel händisch entladen werden musste, und alles Material – bereits damals schon insgesamt 10 Tonnen in 24 Flügen – musste dann noch bis zur Hütte getragen werden.

60 Jahre Vereinsmitgliedschaft sind eine respekteinflößende Zeit – und alle Jubilare, mit Frau Helga Wildgruber, auch eine Pionierin der Ortsgruppe München (ja, die Laufener hatten in der Landeshauptstadt eine Ortsgruppe, und nicht umgekehrt…), waren der Einladung zur Ehrung gefolgt. 1960 hatte die Sektion gerade einmal 437 Mitglieder, und man musste für eine Aufnahme in den Verein noch einen einwandfreien Leumund durch zwei Bürgen nachweisen. Die Vereinsmitglieder waren damals aufgerufen, Wolldecken für die Laufener Hütte zu spenden, die mit immerhin schon 565 Übernachtungen und trotz noch nicht vollendeten Innenausbaus der ersten Erweiterung (1951-1953) schon gut frequentiert war. Ebenfalls 1960 wurde die Sektion Lammertal des OeAV gegründet. Coronabedingt mussten die Jubiläumsfeierlichkeien der Abtenauer Bergfreunde auch auf Herbst diesen Jahres verschoben werden.

Die Sektion Laufen selbst wird 2022 ihr 100jähriges Bestehen mit verschiedensten Angeboten das Jahr über begehen - wenn dann ein Virus hoffentlich nichts dagegen hat!?

Reinhard Huber, Fotos: Chr. v. Hake

Stubn(blech)musi

 

25 Jahre

 

40 Jahre

 

40 Jahre mit drei "echten" Vierzgern aus 2021

 

50 Jahre

 

60 Jahre

Sektionsfahrt in den Bayerischen Wald

Am letzten Juni-Wochenende war es dem Alpenverein Laufen endlich möglich, den vom letzten Jahr ausgefallenen Vereinausflug nachzuholen. Gemeinsam mit den Bergfreunden aus Burgkirchen ging es diesmal in den Bayerischen Wald, genauer gesagt zum Waldwipfelweg von Sankt Englmar. Dabei per Bus vorbei an Altötting, durch den Straubinger Gäuboden mit seinen fruchtbaren Feldern und auf die mit mystischen Nebelschwaden durchzogenen Anhöhen des Bayerischen Waldes. Schliesslich ging es eineinhalb Stunden durch die großartig konzipierte Anlage. Behutsam ansteigend verlief der barrierefreie und gut gesicherte  Holzsteg bis auf Gipfelhöhe von bis zu 30 Metern. Höhepunkt war der sogenannte 52 m hohe spiralförmige Waldturm, welcher ohne Nebelschwaden eine tolle Aussicht auf das Donautal und die Gäuboden bieten würde. Mit seinen kleinen Seil- und Hängebrücken, Kletterelementen und besonders der Röhrenrutsche, ein besonderer Spaß für die eher jüngeren Teilnehmer. Der Blick aus der Vogelperspektive auf Nadel- und Blätterbaumwipfel und auf den mit Fingerhut und Moos bewachsenen Waldboden, rechtfertigt den Ausdruck "Wipfelweg der Gefühle". Besonders lehrreich waren die verschiedenen Stationen zu Vogelgesängen auf dem weiteren Weg, die Verrottungsdauer von achtlos weggeworfen Müll sowie die Tierstimmen in den künstlichen Höhlengängen. Abschließend vermittelten faszinierende optische Wahrnehmungstäuschungen und das "Haus am Kopf" beeindruckende und verwirrende Eindrücke. Nach einer schmackhaften Stärkung mit regionalen Schmankerln und dunklem Bier in einem Landgasthof in Böbrach ging es weiter zur Glashütte Joska. Leider konnte aufgrund der aktuellen Situation keine Glasbläservorführung stattfinden. So blieb genügend Zeit für eine Shoppingtour durch das ausgiebige Glas-Paradies mit bunten Kugeln und allerlei Dekorationsartikeln. Auch für Kaffee und Kuchen oder eine flüssige Stärkung war gesorgt, so dass am Nachmittag mit schönen Erlebnissen und mancher Glaskugel die Heimreise angetreten werden konnte. Ein herzlicher Dank von den Teilnehmern ging an die Sektion Laufen, den Organisator Tom Mayr und an Busfahrer Leopold von Marx Reisen, der mit seinen fachkundigen historischen und geografischen Informationen zum guten Gelingen beigetragen hatte.

Text: Resi Stadler-Mayr

Fotos: Resi Stadtler-Mayr/Markus Lichtmannegger

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Laufener Hütte für die neue Saison gerüstet

Vor 60 Jahren wurde die Sektionshütte der Laufener Alpenvereinsfreunde im Tennengebirge erstmalig im Rahmen von Baumaßnahmen mit Hubschraubern versorgt. Dem ersten Flug ging ein monatelanger Schriftverkehr mit verschiedensten Stellen und Honorationen voraus, um schließlich am 22. August 1961 mit zwei Hubschraubern der 1. Hubschrauberstaffel aus Hörsching bei Linz der österreichischen Luftstreitkräfte vom Abtenauer Sportplatz zur Laufener Hütte zu fliegen. Das Material wurde noch IM Hubschrauber transportiert und nicht vor der Hütte abgesetzt, sondern im Tenngrund unterhalb ausgeladen. Mit Muskelkraft und zu Fuß musste dann noch, unter anderem der Holzofen, die restlichen Meter zur Hütte getragen werden.  Heutzutage sorgen Firmen, wie Wucher aus Ludesch, für ein punktgenaues Absetzen unmittelbar vor die Hütte mittels am Fixtau hängender Lasten.


Damals ein Novum, heute ein nicht mehr wegzudenkender Standard, um nicht nur die Hütte mit Getränken und Material für die fortwährende Erhaltung zu versorgen, sondern vielmehr um auch eine ordnungsgemäße Entsorgung des über das ganze Jahr angefallenen Mülls zu gewährleisten. Neben alljährlichen Arbeiten des örtlichen Kaminkehrers und der Überprüfung der vielen Feuerlöscher, wurde in diesem Jahr auch eine Feuerbeschau durch eine Abordnung der Marktgemeinde Abtenau durchgeführt, die zu keinerlei Beanstandungen führte.

Das bewährte Team um Hüttenreferent Matthias Graspointner war aber schon zwei Tage vorher damit beschäftigt, das hinaufzufliegende Material am Gasthof Kohlhof fluggerecht, und vor allen Dingen das jeweilige Gewicht der verwendeten BigPacks und Paletten beachtend, vorzubereiten und am Flugtag für die Koordination im Tal zu sorgen.

Weitere Mitglieder stiegen schließlich am Vatertag zur Hütte auf, um unter der Federführung von 2. Hüttenreferent Karli Edenhofer, die Hütte aus dem Winterschlaf zu holen und die notwendigen Vorbereitungen für Versorgungsflug und die neue Hüttensaison vorzunehmen. Hierzu galt es, bei eher widrigen Witterungsverhältnissen zunächst die Zugänge und Abstellflächen für das benötigte Material um die Hütte vom Schnee freizuschaufeln, um anschließend alles, was ins Tal geflogen werden sollte, zu verpacken und transportbereit parat zu stellen.

Am Freitag zeigte sich dann das Wetter unerwartet von seiner schönsten Seite und so konnte bei Sonnenschein und vor allem freier Sicht um 08.15 Uhr mit dem ersten Anflug begonnen werden. Nach 15 Flügen war der Spuk vorbei und jeder froh, dass alles wie am Schnürchen lief. Damit war es selbstverständlich nicht getan, denn Getränke, Proviant der Hüttendienste sowie 6 Ster Brennholz, insgesamt knapp 8700kg,  galt es aufzuräumen und das eine oder andere instandzusetzen, während die Damen vorwiegend für neuen Glanz in der Hütte sorgten und sich um die nicht zu vergessende Kulinarik kümmerten.


Nachdem ab 19. Mai in Österreich Lockerungen für den Tourismus erfolgen, steht auch den bayerischen Bergfreunden einem Hüttenbesuch nichts mehr im Wege. Nähere Informationen zu einem Hüttenaufenthalt werden in Kürze auch unter www.dav-laufen/laufener-huette/faq veröffentlicht.

Text/Fotos: Markus Lichtmannegger /Sektionsarchiv

Solidaritätsmarsch 2021

Wenigstens der Solidaritätsmarsch konnte dieses Jahr wieder, wenn auch in anderer Form, durchgeführt werden. Im letzten Jahr Corona-bedingt ausgefallen, machte es der Pfarrverband Laufen-Leobendorf unter der Verantwortung von Matthias Surrer möglich, den Fortbestand dieser wichtigen Aktion auch in gesellschaftlich nach wie vor schwierigen Zeiten zu gewährleisten. In einem Zeitraum von 14 Tagen konnten die Teilnehmer bis Ostersonntag auf der gut 10km Strecke des neuen Laufener Kapellenwegs wandern und sich für jeden Kilometer zu Gunsten des VOZAMA-Hilfsprojekts von einem Sponsor finanziell entlohnen lassen.

Für unsere Sektion seit jeher ein Anlass, sich entsprechend miteinzubringen! Möglich macht dies aber in erster Linie das bewährte Sponsoring durch die Laufener Firma Hörl, so auch im Jahr Zwei der Pandemie!

Ausschließlich durch 88 Sektionsmitglieder wurden 824km erwandert, für Kinder gab es ein 3km Route, um mit dem Spendenbetrag der Firma Hörl das "pfiffige" Schulprojekt in Madagaskar weiterhin zu unterstützen. Wir sagen herzlich Vergelt`s Gott beim Sponsor und den teilnehmenden Mitgliedern!

Markus Lichtmannegger


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